Haare mit oder ohne Shampoo waschen – was ist wirklich besser?

Aktualisiert: 17. September 2021
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Das Weglassen von Shampoo soll Ihnen viele Vorteile bringen: gesündere Haare, weniger Aufwand für die Pflege und ein besseres Gewissen aufgrund des reduzierten Konsums obendrauf.

  • Doch es gibt auch Gegenstimmen. Ein komplettes Weglassen des Shampoos sei übertrieben und nicht zielführend, meinen Experten.

  • Im Endeffekt müssen Sie als Verbraucher für sich selbst und Ihre Haare die optimale Lösung finden.

Die eine Seite schwört auf die Reinigung der Haare mit Shampoo, Conditioner& Co. , die andere lässt nichts als Wasser an ihre Kopfhaut. Doch welche Methode ist erfolgsversprechender: Das Waschen der Haare mit oder ohne Shampoo?

Frau in Dusche mit Shampoo

Dem Shampoo an den Kragen.

Laut den Vertretern der „No Poo“-Bewegung soll das komplette Weglassen des Shampoos sehr viel gesünder für die Haare sein – denn Shampoo sei durch die enthaltenen Tenside und Silikone zu aggressiv für die sensiblen Längen, mache die Haare kaputt und trockne sie aus. Schlussendlich könne es bei besonders empfindsamer Kopfhaut sogar für Allergien sorgen.
Eine gemäßigtere Methode findet sich in der Möglichkeit, die Haare mit einer Art „Ersatzshampoo“ – also beispielsweise mit einer Mixtur aus Natron, Essig, Roggen- oder Kastanienmehl zu behandeln. Auch ist es möglich, ein paar Tropfen Öl in die Haarlängen zu geben. Komplett auf jegliche Pflege muss man so nicht verzichten. Ein weiteres Argument ist, dass durch das Shampoonieren die Kopfhaut schneller nachfette, da sie zu schnell austrockne und mit erhöhter Talgproduktion reagiere. Durch ein Weglassen des Shampoos sollen die Haare dagegen seidiger, glänzender und die Haarstruktur dicker werden.

Um den unweigerlich entstehenden fettigen Ansätzen vorzubeugen, kann man mit einer Haarbürste aus Naturborsten den Talg in die Haarlängen verteilen, wodurch diese darüber hinaus ebenfalls geschmeidiger und weicher werden.

Weitere wichtige Argumente für die „No Poo“-Methode sind die geringeren Kosten durch das Weglassen der teuren Drogerieprodukte und eine Schonung der Umwelt. Diese begründet sich unter anderem in dem geringeren Plastikkonsum.

Das Shampoo als bewährter Klassiker.

Diesen Ansichten folgen jedoch nicht alle Menschen. Für viele wirkt einmal die Umstellungszeit abschreckend: Von zwei Wochen bis zu ganzen sechs Monaten hin kann es dauern, bis sich die Kopfhaut an die neue Pflegeroutine angepasst hat. Die Dauer dieser Periode ist abhängig sowohl von der Struktur der Haare als auch von der Menge der Pflegemittel, derer sie vorher ausgesetzt waren. Zudem besteht immer das Risiko, dass sich die Talgproduktion überhaupt nicht anpasst und die Mähne fettig bleibt. Zudem schadet laut Experten Shampoo – insbesondere welches ohne Silikone oder andere chemische Zusätze – nicht immer den Haaren. Dies jedoch unter der Bedingung, dass man sich nicht jeden Tag mehrmals einshampooniert, wie es zum Beispiel in Amerika gang und gäbe ist.
Darüber hinaus passe auch die Kopfhaut nicht einfach die Produktion des Talgs an äußere Umstände an, sondern man solle so oft unter die Dusche steigen, wie es erforderlich ist, um die Haare sauber zu halten.

In extremen Fällen kann es sogar schädlich sein, auf Shampoo zu verzichten. Dann kann sich eine Art Schuppenkruste auf der Kopfhaut bilden, welche für Haarausfall sorgt. Im Regenfall kommt dies bei einem gesunden Menschen allerdings nicht vor.

Und natürlich darf man nicht die weiteren positiven Seiten von Locken Shampoos vergessen: Sie ermöglichen uns eine einfache, zuverlässige und schnelle Reinigung unserer Kopfhaut und Haare und hinterlassen diese mit einem wunderbaren Geruch. So lässt sich wohl nicht abschließend allgemeingültig festhalten, ob das Haarewaschen mit oder ohne Shampoo besser ist. Für beide Seiten gibt es gewichtige Argumente. Daher muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und welche Pflege er an sein Haar lässt.

Inhaltsverzeichnis
  1. Dem Shampoo an den Kragen.
  2. Das Shampoo als bewährter Klassiker.
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